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8.Mai 1953 Gründung eines Instrumentalkreises für Musikliebhaber und Schüler der Volkshochschule / Volksmusikschule Berlin-Tempelhof durch Eberhard Bertram, der diesen Kreis bis 1958 leitet. 16. Januar 1962 Erste Probe unter J.Richter-Reichhelm, der seine Arbeit mit einem Doppelquartett von je zwei 1.Geigen, 2.Geigen, Bratschen und Celli aufnimmt. Der Kreis wird schnell größer und im Zusammenspiel sicherer. Juni 1963 Das Ensemble hat nun auch einige Holz- und Blechbläser und darf sich "Orchester der VMS Tempelhof" nennen. Seine Aufführung der Sinfonie Nr.22 C-Dur, KV 162 von Mozart wird von der Bezirkspresse gelobt. Dezember 1965 Teilnahme am Treffen der Berliner Musikschulen im Konzertsaal des Städtischen Konservatoriums (Bundesallee): W.A.Mozart, Serenade Nr.6 D-Dur, K.V. 239. 11. Dezember 1966 Das "Orchester der VMS" eröffnet erstmals das neue Trimester der VHS mit einem Orchesterkonzert. Es tritt damit in dieser Tradition neben das aus Berufsmusikern bestehende Haydn-Orchester Berlin (Ltg. Helmut Link). In dieser Funktion gibt es bis 1983 zweiundzwanzig Konzerte. 1. Oktober 1972 Erstes Konzert in der Glaubenskirche Tempelhof in Zusammenarbeit mit der Kantorei Alt-Tempelhof (Ltg. Georges Aubert): Händel, Orgelkonzert B-Dur, op 7,3; Tunder, Kantate "Ein feste Burg". 15. Dezember 1973 Das Orchester begleitet erstmals ein szenisch aufgeführtes Singspiel: W.A.Mozart, Bastien und Bastienne" K.V.50 (Dibelius-Stift, Mariendorf). 4. Juni 1977 Erste Serenade im Rathaushof Tempelhof. 16. April 1978 Festkonzert zum 25-jährigen Bestehen des Orchesters der Musikschule Tempelhof in der Aula des Askanischen Gymnasiums. Das Bezirksamt druckt aus diesem Anlaß eine Festschrift. Programm: J.S.Bach, Konzert für Flöte, Violine, Cembalo und Streicher BWV 1044 W.A.Mozart, Titus-Ouvertüre K.V. 621 K.Stamitz, Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester D-Dur F.Schubert, Ballettmusik aus Rosamunde op.26 F.Schubert, Sinfonie Nr.7 h-moll ("Unvollendete") Solisten: Caritas Richter-Reichhelm, Violine; Karl A.Kugler, Viola; Bernd Oelmüller, Flöte und Georges Aubert, Cembalo. 10. November 1979 Festkonzert anläßlich des 30jährigen Bestehens der Musikschule Tempelhof. 21. November 1979 Erstes Konzert in der Salvatorkirche in Lichtenrade gemeinsam mit den Chören von Salvator (Ltg. E.Prietzel) und Maria Frieden (Ltg. M.Streckenbach). Im Programm u.a. das "Halleluja" aus dem "Messias" von Händel. 24. Mai 1981 Umrahmung der Eröffnung des "33.Jahreskongresses der wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie - Europäisches Treffen der Augenoptiker" im Palais am Funkturm. Initiator: Wilhelm Boeck, Solobratscher des Orchesters. 5./6. Juni 1982 Gemeinsames Konzert mit den Ev.Kirchenchören Zuflucht und Apostel-Paulus: Vivaldi, "Gloria". Mai 1983 Zur 100-Jahr-Feier der Kirche St.Petri in Hamburg-Altona unternimmt das Orchester seine erste Konzertreise. Auf der engen Empore müssen die Hornisten direkt in den Orgelprospekt blasen, was zu klanglichen Unausgewogenheiten führt. Die Presse kennt keine Gnade.... 15. Dezember 1983 Gemeinsames Adventskonzert mit dem Chor der Herz-Jesu-Kirche in Tempelhof. 24./25. März 1984 Szenische Aufführung von Lortzings Einakter "Die Opernprobe" in der Luise-Henriette-Schule Tempelhof. Obwohl sich die Probenarbeit mit dem "Kleinen Opernensemble" zeitweise als recht schwierig erweist, werden es doch schließlich zwei sehr umjubelte Aufführungen. Die Bezirkspresse spricht gar von einem "kulturhistorischen Ereignis". 8. Juli 1984 Joachim Richter-Reichhelm bittet den Stadtrat für Volksbildung, Klaus Wowereit, im Zuge der geplanten Renovierung des Askanischen Gymnasiums die dringend notwendige Erweiterung der Bühne zu veranlassen, weil das auf 60 bis 70 Musiker(innen) angewachsene Orchester keine angemessene Spielstätte mehr im Bezirk Tempelhof finden kann. Herr Wowereit entspricht nicht nur dieser Bitte, sondern beschleunigt sogar mit Baustadtrat Krueger die Baumaßnahmen. Während dessen genießt das SOT gastliche Aufnahme in der Maria-Montessori-Schule Tempelhof und konzertiert u.a. in der Glaubenskirche. Das erste Konzert in der renovierten Aula findet am 23. Mai 1987 statt. 13. Juli 1985 Auf der BUGA (Festplatz am See) spielt das SOT anläßlich des 300.Geburtstages von Händel dessen "Wassermusik" und "Feuerwerksmusik". 30. Dezember 1986 Teilnahme am Berliner Orchestertreff 86 des Landesmusikrates im Großen Sendesaal des Funkhauses in der Masurenallee. Das SOT spielt die Ouvertüre "Iphigenie in Aulis" von Gluck. Januar 1987 Caritas Richter-Reichhelm übernimmt als Konzertmeisterin eine für das große Orchester wichtige Leitungsfunktion: Parallele Probenarbeit mit verschiedenen Instrumentalgruppen (Einzelproben) wird nun möglich und prägt den künftigen Arbeitsstil. 23.Mai 1987 Erstes Konzert in der neu gestalteten Aula des Askanischen Gymnasiums. Das ca. 70 Mitglieder starke SOT hat nun eine ausreichend große, akustisch befriedigende Spielstätte. Sommer 1988 Die Leiterin der Musikschule, Mo Dittmann, kürzt drastisch die Etatposten für das SOT: - Streichung der Solistenhonorare für die Konzerte - Reduzierung der Kursabende im Semester - Kürzungen im Notenetat Außerdem kündigt sie die Erhebung von Kursgebühren für die Orchestermitglieder an. Da der Dirigent deutliche Zeichen von Resignation zeigt, übernimmt es Helmut Krost, den Protest bei der Musikschule, dem Stadtrat für Volksbildung und dem Bezirks-bürgermeister vorzutragen. Am 8.8.88 findet statt einer Probe eine Aussprache mit Frau Dittmann statt, die die Perspektive eröffnet, die angespannte Finanzlage in einer gemeinsamen Anstrengung zu meistern. So kann z.B. das geplante Festkonzert zum 35jährigen Bestehen des SOT mit Hilfe der "Freunde der Musikschule e.V." finanziert werden. Im übrigen bleibt es vorerst bei dem angespannten status quo. Erneute Zuspitzung der Lage: Mo Dittmann will für die beiden Orchester die Anzahl der Übungsabende je Semester kürzen und von den Orchestermitgliedern Kursgebühren einfordern. Das Orchester beauftragt Christoph Schwan, den Protest bei den zuständigen Stellen vorzutragen. Es ist entschlossen, in der Probe am 3.9.90 seine Selbstauflösung zu beschließen, falls die Musikschulleiterin ihre Absichten realisiert. 17.November 1990 Das SOT spielt gemeinsam mit der Kantorei Alt-Tempelhof unter der Leitung von KMD Wolfgang Wedel eine Uraufführung in Anwesenheit des Komponisten: Rolf Herberger, Requiem (1987). Eingeleitet wird das außergewöhnliche Konzert unter der Leitung von J.Richter-Reichhelm durch die "Maurerische Trauermusik" von Mozart und die "Trauermusik" von Hindemith, wobei sein Sohn Mathis das Bratschen-Solo überzeugend gestaltet. 8.Dezember 1991 Das SOT gedenkt des 200. Todestages von W.A. Mozart mit der "Jupitersinfonie" K.V.551 und des 150. Geburtstages von A. Dvorák mit der "Böhmischen Suite" op.39. 20.Juni 1993 Das SOT besteht 40 Jahre und wagt sich im Jubiläumskonzert an die 5.Sinfonie c-Moll, op.67 von Beethoven. In diesem Konzert spielt Caritas Richter-Reichhelm zum letzten Mal mit "ihrem" Orchester als Solistin: Max Reger, Romanze G-Dur, op.50,1. 11./12.Dezember 1993 Erstmalige Kooperation mit dem Chor Alt-Lietzow (Ltg. Mathis Richter-Reichhelm) und dem der Zufluchtgemeinde Spandau (Ltg. Günter Mach). Bei diesem Konzert kann Caritas R.-R. wegen ihrer schweren Krankheit schon nicht mehr mitspielen. Erholsame Reise ins Ferienheim Dorado bei Ruhlsdorf in Brandenburg. Kammerorchester-Literatur vom Blatt - leider ohne Cello, weil J.R.-R. krankheitsbedingt abbrechen muss. Viel Spaß bereiten die mitgereisten Kinder, die mit einer improvisierten Zirkusvorstellung überraschen. 27./28.Oktober 1995 Großes Chorkonzert mit Chören aus Lichtenrade und dem professionellen "Männerchor Moniuszko" aus Danzig (Ltg. Henryk Gostomsky). Das SOT spielt unter J. R.-R: Brahms, Tragische Ouvertüre op.81 Brahms, Alt-Rhapsodie op.53 (Solistin: Barbara Schramm) und begleitet unter den Chorleitern berühmte Männerchöre aus: Moniuszko, Halka Mozart, Zauberflöte Weber, Freischütz Wagner, Holländer. Zum Abschluss vereinigen sich alle Chöre unter J. R.-R. zum "Gefangenenchor" aus Verdis "Nabucco". Das Orchester ist stolz, diesen Chor in der Originaltonart Fis-Dur (!) bewältigt zu haben. Auch der polnische Dirigent ist beeindruckt:"...gutes Orchester!" 20./21.September 1997 Chorkonzert mit den vier Kirchenchören des Dekanats Tempelhof unter der Leitung von Michael Streckenbach in St.Marien (Spandau) und Vom guten Hirten (Marienfelde). Sommer 1998 Orchesterfreizeit ohne Konzertverpflichtung in Schmalenbeck bei Hamburg; alle genießen die gastliche Atmosphäre bei Familie Grell, frönen der Kammermusik und spielen Sinfonien etc. munter vom Blatt. Der Leiter der Kreismusikschule Zossen, Herr Hempel, regt ein gemeinsames Projekt mit den Chören des Kreises und dem SOT an. So kommt es zu zwei Konzerten: Am 2.10.98 im Kulturhaus in Ludwigsfelde und am 4.10.98 im Stadttheater von Luckenwalde. Herr Hempel dirigiert beide Konzerte. Solistin ist Beate Rase (Klavier). Auf dem Programm steht u.a. die Chorfantasie von Beethoven. 20.Juli 1999 Der Bezirksbürgermeister von Tempelhof, Dieter Hapel, überreicht im Rathaus Joachim Richter-Reichhelm das von Bundespräsident Roman Herzog verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens. Das SFB-Fernsehen berichtet darüber in der " Abendschau" und sendet dabei ein Live-Interview (Dorothea Echte) mit J.R.-R. als "Berliner des Tages". Heimlicher Initiator: Friedrich Diem, der seit 1962 dem Orchester als Geiger angehört. 13./14.November 1999 Konzert mit der Kantorei Alt-Tempelhof (Einstudierung Wolfgang Wedel) Mozart, "Prager Sinfonie" K.V.504 Brahms,"Schicksalslied" op.54 Beethoven, Chorfantasie op.80 (Solist: Pawel Poplawski) September 2000 Die auf dem Dampfer geplante "Orchester-Fete" findet in Wannsee im Hause von Frau Dr.Ochs statt und wird ein voller Erfolg. 16./17.Dezember 2000 Mathis Richter-Reichhelm leitet seinen Chor Alt-Lietzow und das SOT beim "Ave Maria" op.12 von Johannes Brahms. Joachim Richter-Reichhelm dirigiert das Klavierkonzert von Grieg und die 4.Sinfonie von Schumann. Die kraftvoll-virtuos gestaltende Pianistin Dunja Robotti reißt das Orchester zu fast professionellen Leistungen mit. 7./8.Juli 2001 Um einen gleitenden Übergang zu gewährleisten und den Senior zu entlasten, teilen Vater und Sohn sich das Dirigat im Sommerkonzert. Mathis gibt sein Debut mit Beethovens Egmont-Ouvertüre und begleitet den souveränen Violinsolisten Karsten Windt (Deutsches Symphonieorchester Berlin) beim 1.Violinkonzert von Bruch. Joachim Richter- Reichhelm dirigiert die 6.Sinfonie von Schubert. 8.Juni 2002 Das SOT gastiert in der Stadthalle von Eschwege (Werra-Meißner-Kreis). Mathis Richter-Reichhelm dirigiert sein erstes Sinfoniekonzert mit der Solistin Corinna Simon (Klavier). Programm: Mendelssohn, "Die Heimkehr aus der Fremde" Beethoven, 5. Klavierkonzert Haydn, Sinfonie Nr.104 (London) Die Presse schreibt von einem "gelungenen Generationswechsel" und titelt: "Laien musizieren fast profihaft." 13./14.Dezember 2003 Traditionelles Weihnachtskonzert des SOT. Auf dem Programm stehen Werke von F. Manfredini, O. Respighi und das Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op.77 von Johannes Brahms mit der Solistin Julia-Maria Kretz. 23. Mai 2004 Die Bläser des SOT geben ein "Romantisches Bläserkonzert". Aufführungsort ist die Französische Kirche Potsdam. 30. November 2004 Die Bläsersolisten des SOT spielen zum Furtwängler-Gedenktag im Rathaus Schöneberg die Suite in Es-Dur für 13 (14) Blasinstrumente op.7 von Richard Strauß. 2. Dezember 2005 Bläser des SOT musizieren zu einem Benefizkonzert im Thomas-Mann-Jahr im Rathaus Schöneberg. 10./11.Dezember 2005 Auf dem Programm des Weihnachtskonzertes stehen C.W.Gluck, Ouvertüre zur Oper "Iphigenie in Aulis" F.Mendelssohn Bartholdie, Konzert für Violine und Orchester, E-Moll, op.64 E. Grieg, Peer Gynt Suite Nr.1, op.46 und Suite Nr.2, op.55. Solistin: Isabel Grünkorn 03./04./05. November 2006 An diesen Tagen fanden drei ganz besondere Events unter dem Namen "John Lennon Memorial Orchestra" (J.L.M.O.) statt. Es wurden - präsentiert von Radio Berlin 88acht - im Sendesaal des RBB drei ausverkaufte POP MEETS CLASSIC Konzerte zusammen mit dem Sänger Sherman Noir und seiner Band "She`s China" veranstaltet. Zuschauer wie Mitspieler hatten großen Spaß bei diesen besonderen Konzerten. 23. Juni 2007 Das SOT gastiert im neu erbauten Werratal Kultur- und Kongresszentrum in Bad Sooden-Allendorf. Programm: Mendelssohn-Bartholdy, "Notturno aus dem Sommernachtstraum" Schubert, Symphonie Nr. 9 h-moll "Unvollendete" Beethoven, Sinfonie Nr.3 Es-Dur op.55 "Eroica" Die Presse schreibt:Sinfonie-Orchester aus Berliner Partnerbezirk gab begeisterndes Konzert." 13./14. Dezember 2008 Zusammen mit dem phantastischen Pianisten Vadim Chaimovich und dem Kirchenchor der Kath. Gemeinde "Vom Guten Hirten" "VOX PASTORIS"spielen und erfreuen wir uns an den Weihnachtskonzerten. Programm: Beethoven, Oratorium "Christus am Ölberg" op.84 Beethoven, 3. Klavierkonzert op.37 Puccini, "Messa di Gloria" 12./13. Dezember 2009 Weihnachtskonzerte in der Grunewaldkirche und Aska. Programm: Haydn, Sinfonie Nr. 88 G-Dur Stamitz, Flötenkonzert G-Dur op. 29 Mozart, Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 "Jupiter" |
Ende 1961 E.Bertrams Nachfolgerin, Karin Scheller, legt die Leitung nieder. Georg Pinagel, Leiter der VMS, übergibt das Ensemble an Joachim Richter-Reichhelm. 22. Dezember 1962 Erster öffentlicher Auftritt im Rahmen eines Vorspiels verschiedener Kreise der VMS: Johann Stamitz, Streichersinfonie B-Dur und J.Haydn, Klavierkonzert F-Dur. 30. Dezember 1963 Erstes eigenständiges "Orchesterkonzert" mit folgendem Raritätenprogramm: G.Ph.Telemann, Konzert für 2 Flöten und Streicher (Solisten zwei Schüler der VMS: Christa Warnke und Wolfhard Kaebernick) - J.Chr.Bach, Sinfonia concertante für 2 Violinen und Orchester Es-Dur (Solisten: Caritas Richter-Reichhelm und ihr Schüler Georg Wartenberg) - J.Haydn, Konzert für Klavier, Violine und Streicher F-Dur (Solisten: Margot Holl und Caritas Richter-Reichhelm, beide Dozentinnen an der VMS) - W.A.Mozart, Sinfonie Nr.22 C-Dur, K.V.162. Die Bezirkspresse bescheinigt "ein für ein Laienorchester erstaunliches Niveau". Januar 1970 Ab jetzt heißt das Ensemble "Orchester der Musikschule". Die Musikschule ist weiterhin ein Teil der VHS. 15. Dezember 1972 In diesem Trimester-Eröffnungskonzert gelingt das Experiment, das Orchester ohne Dirigenten begleiten zu lassen: Joachim Richter- Reichhelm spielt mit seiner Frau Caritas die Sinfonia concertante für Violine, Violincello und Orchester A-Dur von Joh.Chr.Bach. 15. Juni 1973 Jubiläumskonzert tum 20. Geburtstag des Orchesters (Wohnstift Otto Dibelius, Mariendorf). November 1977 Weil die Arbeit des Orchesters durch die neue Leiterin der inzwischen selbständigen Musikschule, Sibylle Schreiber-Gripp, erheblich erschwert wird, will Joachim Richter-Reichhelm die Leitung niederlegen. Um dem dadurch drohenden Zerfall des Orchesters entgegenzuwirken, wendet sich das Orchester an den Leiter der VHS, Helmut Uhlig, mit der Bitte, das Ensemble wieder in die VHS zu integrieren. Die Unstimmigkeiten können in einer Aussprache bei dem Stadtrat für Volksbildung, Dr. Niels Ferberg, behoben werden, so daß sich das Orchester im Rahmen der Musikschule gedeihlich weiterentwickeln kann. 15. Dezember 1978 In Anwesenheit des Bundespräsidenten Walter Scheel findet im Dibelius-Stift ein Festakt statt, in dem der VHS Tempelhof der Name "Theodor-Heuss-Volkshochschule" verliehen wird. Das Orchester spielt zur Umrahmung u.a. die Ouvertüre "Zur Namensfeier" op.115 von Beethoven 16. März 1980 Das Orchester vertritt das Haydn-Orchester Berlin bei der Umrahmung der Jugendweihe-Feier des Deutschen Freidenker-Verbandes im Großen Saal der Philharmonie. Festrednerin: Senatorin für Familie, Jugend und Sport, Ilse Reichel. 28.März 1981 Erstes Konzert in der Zuflucht-Kirche Spandau mit dem Ev.Kirchenchor Hermsdorf (Ltg.A.von Krüger); dieses Konzert wird in der Apostel- Paulus-Kirche in Hermsdorf wiederholt. Die Zuflucht-Kirche wird bald die zweite traditionelle Konzertstätte des Orchesters. Juni 1981 Volksfest im Volkspark Mariendorf, der 50 Jahre alt wird. Das Orchester spielt als krönenden Abschluß stilecht auf einem vom THW gebauten Ponton auf dem Teich schwimmend Händels "Wassermusik". Der Schluß der anschlie ßend vorgetragenen "Feuerwerksmusik" wird leider durch einen zu frühen Start des Riesenfeuerwerks übertönt. Herbst 1983 Da das "Lichtenrader Orchester" ein Ensemble der Musikschule wird, muß für das nun nicht mehr einzige "Orchester der Musikschule" ein neuer Name gefunden werden. Inzwischen auf 60 bis 70 Mitglieder angewachsen und in allen Gruppen gut besetzt, nennt es sich seither SINFONIE ORCHESTER TEMPELHOF. Zum 30jährigen Bestehen des SOT sendet das Fernsehen eine Reportage in der "Abendschau" des SFB. Als Probenausschnitt wird das Menuetto aus der 1.Sinfonie von Beethoven gezeigt. Kommentar des Abendschau-Moderators:"Klingt gar nicht so laienhaft..." Juni 1984 Konzertreise nach Bad Lippspringe und Bad Meinberg. Initiator: Helmut Krost. 13./16. November 1984 Gedenkkonzert zum 175.Geburtstag von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der Luise-Henriette-Schule. U.a. spielt Liselotte Diem das Klavierkonzert op.25 und Caritas Richter-Reichhelm das Violinkonzert op.64. 17. März 1985 Einziger Auftritt in der UFA-Fabrik. Die Zirkus-Arena erweist sich als akustisch völlig ungeeignet. Trotzdem erzwingt das begeisterte Publikum eine Zugabe. Juni 1985 Zweite Konzertreise nach Bad Meinberg. 15. Dezember 1985 Erneute Aufführung von Lortzings "Opernprobe" im Konzertsaal der HDK in der Bundesallee. 14. Dezember 1986 Zum 25jährigen Dienstjubiläum überreicht Klaus Wowereit, Stadtrat für Volksbildung, in einem Konzert in der Montessori-Schule Joachim Richter-Reichhelm die "Tempelhof-Plakette", die, wie er betont, "seltener verliehen wird als das Bundesverdienstkreuz". In diesem Konzert spielt J.R.-R. das Cellokonzert D-Dur von Leonardo Leo. Herr Wowereit stellt Caritas Richter-Reichhelm als neue Konzertmeiserin vor. 15. Dezember 1987 Das SOT gastiert erstmals im "Labsaal Lübars". Neben der h-Moll-Suite von J.S. Bach erklingt die Serenade Nr.1, D-Dur op.11 von Johannes Brahms. Damit gelingt dem Orchester der Zugang zu sehr anspruchsvollen Werken, die im Laufe der nächsten Jahre immer sicherer gemeistert werden. 13./14.Juni 1987 Konzerte im Dom zu Schleswig und St. Petri in Hamburg-Altona. 7./8.November 1987 Aufführung des "Deutschen Requiems" op.45 von Brahms mit der Kantorei Alt-Tempelhof. Das Konzert in der Zufluchtkirche Spandau dirigiert J.Richter-Reichhelm, das in der Glaubenskirche Tempelhof Wolfgang Wedel; letzteres wird von dem privaten Fernsehsender Livic Berlin live übertragen. 11.Dezember 1988 Jubiläumskonzert zum 35. Geburtstag des SOT. Festredner ist Stadtrat Wowereit. Auf dem Programm steht neben Brahms und Chopin eine zu diesem Anlass komponierte Sonate für Orchester von Thomas Saron. 12.-15.Mai 1989 Pfingstreise ohne Konzertverpflichtung ins Wendland (Wittfeitzen). Kammermusik bis zur physischen Erschöpfung , bei herrlichstem Wetter auch im Freien. 24. Juni 1990 Konzert in St. Petri in Hamburg-Altona. 3.September 1990 Aussprache des Orchesters mit Frau Dittmann mit dem Ergebnis, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die eine sinnvolle Weiterführung des Orchesters unter erschwerten finanziellen Bedingungen ermöglichen. Daraus ergibt sich in den folgenden Wochen ein fairer Kompromiss: Keine Reduzierung der Übungsabende, keine Erhebung von Kursgebühren. Dafür übernimmt das Orchester die Kosten für Notenmaterial, Werbung und ggf. Aushilfen. 16.Dezember 1990 Das Adventskonzert steht unter dem Motto:"Solisten des SOT stellen sich vor". Norbert Krost spielt statt der Geige Gitarre, Elena Tens statt Geige Blockflöte, es bläst unser Quintett (Ellen Pabel, Flöte; Stefanie Pabel, Oboe; Petra Siegler, Klarinette; Ingo Siegler, Fagott; Sabine Nowak, Horn), Hartmut Spiesecke bratscht. Thomas Manzer (Geiger) stellt sich mit einer eigens für dieses Konzert geschriebenen "Kleinen Suite" als Komponist vor. Die Idee zu diesem Konzert wird auf der Sommerreise des Orchesters ins Wendland geboren. 31.Oktober 1993 In Berlin findet der VIII. Deutsche Bratschistentag statt. Das SOT begleitet beim Abschlusskonzert in der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Angelika Steinbeck (Komische Oper Berlin) bei den Viola-Konzerten von Wenzel Gährich und Anton Hoffmeister. Initiatorin: Carin E. Reich. 12.Mai 1994 Caritas Richter-Reichhelm erliegt ihrem Krebsleiden. Sie war sieben Jahre Konzertmeisterin und dem Orchester durch zahlreiche Solokonzerte über Jahrzehnte verbunden. Die Bestürzung über diesen Verlust "der guten Seele des Orchesters" ist groß. 26.Juni 1995 Benefizkonzert zugunsten der Freien Waldorfschule Kleinmachnow mit dem Solisten Ulrich Roloff (Flöte). - Initiator: Wilfried Neumann. Sommer 1995 Das Orchester wählt erstmals offiziell einen Vorstand. In den folgenden Jahren engagieren sich : Carin E. Reich, Christine Lekscha, Dr.Hans Philipp, Helmut Krost, Dr.Anselm Salinger. Dank der allseits als besonders harmonisch empfundenen Zusammenarbeit mit Frau Steinbeck (Komische Oper) entwickeln sich neue Kontakte zu Musikern aus Orchestern des ehemaligen "Ost-Berlin", die zu beglückenden musikalischen und menschlichen Erlebnissen führen. 15./16.Juni 1996 Thomas Holzhäuser (Komische Oper) spielt das Violinkonzert von Beethoven. 14./15.Dezember 1996 Angelika Steinbeck spielt ein Konzert für Viola d'amore von Vivaldi. 14./15.Juni 1997 Thomas Holzhäuser (Violine) und Christian Raudszus (Cello) begeistern zum 100. Todestag von Johannes Brahms mit dessen Doppelkonzert. Dieses Werk stellt an das Orchester enorme Anforderungen, die respektabel bewältigt werden. Das ist nicht zuletzt der neuen Konzertmeisterin, Adelheid Funke, zu danken. 27./28.Juni 1998 Das Orchester erfüllt sich den lange gehegten Wunsch, Beethovens "Pastorale" zu spielen. Spieler und Publikum haben gleichermaßen große Freude an dem Ergebnis intensiver Probenarbeit. 12.Juni 1999 Zum Musikschulfest führt das SOT als Rarität die "Legenden" op.59 von A. Dvorák auf. 19.Juni 1999 Konzert im Theater von Putbus auf Rügen. Als Solist brilliert Christian Edelmann von der Radio-Philharmonie Hannover mit dem Cellokonzert D-Dur von J. Haydn. Am nächsten Vormittag musiziert das SOT mit Schülern der Musikschule Rügen u.a. Teile der L'Arlesienne-Suite von Bizet - "just for fun". Initiator: Dr. Hans Philipp. September 1999 Die Ordensverleihung feiert der Dirigent mit seinem Orchester mit einer Dampferfahrt auf der Spree. Dieses zwanglose Beisammensein gefällt allen so, dass man beschließt, sich künftig einmal im Jahr in ähnlicher Form zu treffen. 11./12.Dezember 1999 Das SOT gedenkt des 50. Todestages von Hans Pfitzner (Scherzo 1888) und von Richard Strauss (1. Hornkonzert op.11 - Solistin : Susanne Kugler) 1.Juli 2000 Erste Reise in den Werra-Meißner-Kreis (Partner von Tempelhof). Konzert in Bad Soden-Allendorf. Corinna Simon hat einen glänzenden Erfolg als Solistin im 4.Klavierkonzert von Beethoven. Es wird der Wunsch laut, diesen partnerschaftlichen Austausch zu vertiefen. Anfang 2001 Die Verschlimmerung des Gesundheitszustandes von Joachim Richter-Reichhelm (Morbus Parkinson) macht es dringend erforderlich, die Nachfolge zu regeln. Der Dirigent schlägt seinen Sohn Mathis vor, den das Orchester nach gebührend langer Zeit der Diskussion Anfang 2001 in geheimer Abstimmung zum Nachfolger wählt. 16.Dezember 2001 Nach 40jähriger Leitung übergibt Joachim Richter- Reichhelm in einem von Mo Dittmann moderierten Abschiedskonzert den Stab an seinen Sohn Mathis. Die Festansprache hält Bürgermeister Dieter Hapel. Als vom Dirigenten gewünschtes Abschiedsgeschenk spielt Corinna Simon das 5. Klavierkonzert von Beethoven. Er selbst dirigiert als letztes Werk die "Unvollendete" von Schubert. 28./29.September 2002 Chorkonzert mit den vier Kirchenchören des Dekanats Tempelhof unter der Leitung von Michael Streckenbach. 28./29.Juni 2003 Jubiläumskonzert zum 50.Geburtstag des SOT. Alle Solisten sind Mitglieder des Orchesters. Händel, Concerto grosso Mozart, Sinfonia concertante Es-Dur, K.V.297b Schumann, Sinfonie Nr.3 Es-Dur, op.97 ("Rheinische") 11. Januar 2004 Konzert zum Ausklang der Weihnachtszeit mit dem Chor der kath. Kirchengemeinde Salvator unter der Gesamtleitung von Sonja Schek. 20.November 2004 Das SOT gibt ein Sonderkonzert in der Grunewaldkirche mit dem Pianisten Manfred Reuthe. Anlaß ist die Einweihung eines besonderen Flügels, der der Gemeinde gestiftet wurde. Auf dem Programm steht das Klavierkonzert Nr.2 von F.Chopin sowie die 6. Sinfonie (Pastorale) von Beethoven. 4.Juni 2005 Das Orchester reist nach Rügen und gastiert im Theater Putbus. Programm: Ch. Gounod, "Petite Symphony" für Bläsernonett A. Thomas, Arie "Couplets du Tambour-Major, Michel...." G. Verdi, "Arie des Jacopo Fiesco aus "Simone Boccanegra" A. Dvoràk, Sinfonie Nr.9 op.95 "Aus der neuen Welt". Solist: Thomas Gsell (Bass) 10.Juni 2006 Matinee zum Workshop für zeitgenössische Musik. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Leo Kestenberg Musikschule wurde im Sommer 2005 ein Kompositionswettbewerb ausgeschrieben, mit dem Ziel, für ein Liebhaberorchester spielbare, zeitgenössische Kompositionen zu finden. Wolfgang Zoubek, Auszug aus den vier Stücken für Orchester Florian Linckus, Aus der Konzertsuite für Sinfonieorchester "Die Brücke" Inna Zhvanetskaya, Erinnerungen an Russland 10./11. November 2007 Großes Chorkonzert mit den Kirchenchören der katholischen Gemeinden Salvator und Maria Frieden Tempelhof unter der Leitung von Michael Streckenbach. Als besonderes high light begleiteten wir die bekannte Schweizer Sopranistin Barbara Fuchs aus Zürich. Auf dem Programm standen: F. Mendelssohn Bartholdy, Wer nur den lieben Gott läßt walten W.A. Mozart, Motette "Exsultate, jubilate" KV 165 F. Schubert, Motette "Salve Regina" op.153 F. Mendelssohn Bartholdy, Der 95. Psalm op. 46 Januar 2009 Konzertmeisterin Adelheid Funke verabschiedet sich aus persönlichen Gründen vom Orchester. Nachfolgerin wird Katharina Liesche. Juni/ Juli 2009 Orchesterreise nach Bad Sooden-Allendorf und Sommerkonzerte in Berlin mit tollem Programm und der phantastischen Violinensolistin, Frau Helena Madoka-Berg. Programm: Humperdinck, Lied des Sandmännchens, Abendsegen Tschaikowsky, Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 Dvorak, Symphonie Nr. 6 D-Dur op. 60 |